
Afrikanische Weisheit
Im März 2026 war ich für knapp zwei Wochen vor Ort in den Tagesstätten in Mosambik. Gerne möchte ich Sie in Kurzform über die aktuelle Situation in den Tagesstätten und in Mosambik generell informieren.
Ich beginne mit etwas sehr Erfreulichem: Mit Unterstützung unseres Vereins hat das Projekt KAMINHOS ein neues Erscheinungsbild erhalten. In enger Zusammenarbeit mit mir selbst, den Schwestern, die das Projekt leiten und einer Beraterin von Horizont 3000, die seit einem Jahr mit den Schwestern in Mosambik arbeitet und sie unterstützt, hat das Projekt ein neues Logo und eine neue Website (www.kaminhos.org) erhalten.
In Zeiten wie diesen, wo es immer schwieriger wird, Geldgeber für ein solches Projekt wie es KAMINHOS ist, zu finden, kann ein professionelles Erscheinungsbild sehr hilfreich sein. Auch die Projektfolder und die Visitenkarten der Schwestern wurden in das neue Erscheinungsbild involiert. Die Freude war groß, als ich den drei verantwortlichen Schwestern für sie selbst und auch das Personal in den vier Tageszentren bei meiner Ankunft die neuen T-Shirts mit dem neuen Logo überreichen konnte.
Und noch etwas sehr Erfreuliches gibt es zu berichten: Das Team wird ab sofort durch Schwester Carla verstärkt, die Schwester AnneRitha und Schwester Odete in der Administration zukünftig unter die Arme greifen wird.
(von links) - Schwester Odete, Schwester AnneRitha und Schwester Carla freuen sich über das neue Logo und das neue Erscheinungsbild von KAMINHOS und hoffen, damit auch die Aufmerksamkeit neuer Geldgeber wecken zu können.
Große Herausforderungen nach den Überschwemmungen Anfang des Jahres. Leider gibt es auch sehr viel weniger Erfreuliches zu berichten. Anfang des Jahres wurden große Teile Mosambiks von heftigen Regenfällen und in der Folge von dramatischen Überflutungen heimgesucht. Hunderttausende Menschen mussten aufgrund der Überschwemmungen ihre Häuser verlassen, auch viele Familien der Kinder, die die Tagesstätten besuchen, waren betroffen. Zahlreiche Häuser sind nach Überschwemmungen und durch die heftigen Regenfälle eingestürzt, diese Menschen haben alles verloren und brauchen dringend Unterstützung. Auch die Gebäude der Tagessentren sind teilweise schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, vor allem das Zentrum in Namaacha. Internationale Hilfe kommt so gut wie nicht an, da andere Katastrophenschauplätze wie die Ukraine, Palästina und neuerdings der Iran die gesamte Medienpräsenz auf sich ziehen.
Wir haben während der Besuche bei den Familien der Kinder zahlreiche Häuser gesehen, die durch die Regenfälle und die Überschwemmungen arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Haus eines 18-jährigen Burschen in Namaacha ist völlig zusammen gefallen, er muss seither immer eine Übernachtungsmöglichkeit in einem der Nachbarhäuser finden. Beim Besuch einer anderen Familie sahen wir ein Haus, das sich bereits in extremer Schieflage befindet, sodass es jederzeit in sich zusammen zu fallen droht. "Was sollen wir machen?", meint die verzweifelte Mutter, "wir haben nichts anderes zum Schlafen und hoffen, dass das Haus nicht einstürzt." Das Projekt hilft in den allerdringendsten Fällen mit Baumaterialien (Ziegel, Sand, Zement...) aus, damit die Menschen ihr beschädigten Häuser sanieren können. Doch es fehlt an allen Ecken und Enden.
"Wir sind für jede Spende in dieser Notsituation sehr dankbar", meint Schester AnneRitha. "Die Familien unsere Kinder in den Zentren brauchen unsere Hilfe mehr denn je!"
Bedrohliche Wohnsituation: Das Haus der von uns besuchten Familie weist einen bedrohlichen Schiefstand auf. Die Mutter fürchtet sich davor, dass ihr Haus während sie nachts schlafen einstürzen könnte, doch sie hat keine Alternative.
Unterstützung der Kinder in den Zentren trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen. Trotz aller Herausforderungen und der Katastrophensituation nach den Überflutungen halten die Schwestern den Betrieb der Tagesstätten aufrecht und geben ihr Bestes. "Die Kinder brauchen gerade jetzt einen sicheren Halt und einen Ort, wo sie sich betreut und nicht allein gelassen fühlen", so Schwester AnneRitha. - Es ist für mich beeindruckend vor Ort immer wieder zu erleben, dass das Team in den vier Tageszentren niemals die Hoffnung und die Zuversicht verliert, um die Kinder auf einen guten Weg durch die Kindheit ins Erwachsenenalter zu begleiten und ihnen die Hoffnung auf Zukunft gibt.
In diesem Sinne danke ich Ihnen allen für Ihre Treue und für Ihre Spenden, die 1:1 für die Kinder in den Tagesstätten und deren Familien eingesetzt werden. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest!
Michael Zündel, Obmann "Kindern Zukunft schenken"
(April 2026)
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Unsere Registrierungsnummer: SO 2206
Der Vorstand des Vereins und alle aktiven Personen arbeiten ausschließlich ehrenamtlich!
Ihre Spende kommt somit zu 100% im Projekt an!
Die Gründerin Marianne Brugger erzählt über ihre Beweggründe zur Gründung des Vereins: "Aufgrund privater Schicksalsschläge spürte ich, dass mein Leben in eine andere Richtung als früher führen soll. Mein Wunsch, sich für benachteiligte Menschen zu engagieren, wurde zusehends stärker. Während einer Missions-Studientagung im Jahr 2003 in Mödling bei Wien lernte ich die Missionsschwester Silke Mallmann kennen. Ihr Orden, die "Schwestern vom kostbaren Blut", engagiert sich für AIDS-Waisen in Südafrika und Mosambik. - Silke Mallmann erzählte über die Situation in Südafrika, wo sie in der Missionsstation Mariannhill, 30 km von Durban entfernt, wirkte. Ein Jahr später wohnte ich ihrem Referat in Innsbruck bei. Ich war tief berührt und wusste: Ich will persönlich helfen! - Im Januar 2005 begann ich meine ersten Bittbriefe an Bekannte und an Vorarlberger Firmen zu schreiben. Als die ersten Spenden eintrafen, reiste ich im April des selben Jahres selbst nach Mariannhill. Was ich dort erlebte, bestätigte meinen Weg und meine Entscheidung, mich mit ganzer Kraft für diese Waisen einzusetzen. Ein weiteres email von Schwester Silke Mallmann veranlasste mich, nach Mosambik zur Eröffnung der Tagesstätte für AIDS-Waisen in Namaacha zu reisen. Ich blieb 3 Wochen und konnte so von Anfang an die schwierige Situation der Kinder und der verarmten Familien miterleben."
Meist zweimal jährlich war Marianne Brugger von da an für je 2 bis 3 Wochen in den Zentren, die Kindern in Mosambik eine Chance auf Zukunft geben. Bis zu ihrem plötzlichen und überraschenden Tod im Jahr 2022 galt ihr Engagement voll und ganz diesem Projekt.
Auf Mariannes Wunsch führt Michael Zündel, der viele Jahre mit ihr zusammengearbeitet hat und die Tagesstätten in Mosambik auch als Caritas-Verantwortlicher mitbetreut, als Obmann die Agenden des Vereins "Kindern Zukunft schenken" weiter.
Kindern Zukunft schenken – Initiative Marianne Bruger
Römerweg 33, 6833 Klaus
Kontaktperson/Obmann: Michael Zündel
Telefon: +43/664 1038621
E-Mail: michael@wearedc.at